Geruch des Menschen für den Hund

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Individualgeruch des Menschen

Der Individualgeruch des Menschen

Der Individualgeruch des Menschen entsteht, weil Bakterien die abgestoßenen Zellen zersetzen

 

Der Mensch besteht aus Trillionen Zellen. Im Zellkern befindet sich die DNA, diese codiert den individuellen Bauplan eines jeden Individuums. Die Zellen haben je nach Zelltyp eine begrenzte Lebensdauer. Epithelzellen (Haut) haben eine Lebensdauer von ca. 36 Stunden, rote Blutkörperchen leben 120 Tage, Darmzellen 43 Stunden, danach werden sie abgestoßen.

Der Mensch verliert pro Minute ca. 40.000 Zellen, dies entspricht etwa 16 g pro Tag, dazu werden über den Verdauungs- und Atemtrakt ständig Zellen ausgeschieden. Außerdem scheidet der Mensch täglich 500 - 1.500 ml Wasser über Haut, Atmung und Schleimhäute aus.

 

Auf der menschlichen Haut, im Urogenital- und Darmtrakt, sowie im Mund, befinden sich charakteristische Bakterienfloren. Diese Bakterien zersetzen die abgestoßenen Zellen und sondern dabei Stoffwechselprodukte und Gase ab, wie z. B. Ammoniak, Wasserstoff, Kohlendioxid, Phenol, Indol, Methan, Fettsäuren, biogene Amine, usw. Die Arten der Bakterien sind individuell und regional unterschiedlich, Ansammlungen hunderter abgestorbener Zellen, im Fall von Hautpartikel, kann man als Schuppen auf dunkler Kleidung sehen. Einzelne Hautzellen jedoch sind mikroskopisch klein. Die ideale Temperatur für die Abstoßung abgestorbener Zellen liegt bei 37° Celsius. In der Haut befinden sich außerdem Schweiß- und Duftdrüsen. Neben den genetisch .........

... Selbst der Mensch kann manchmal riechen, was ein anderer zu sich genommen hat, z. B. Knoblauch oder Alkohol. Auch Krankheiten, wie z. B. Diabetes mellitus oder Nierenkrankheiten bewirken ebenfalls eine Änderung des Körpergeruchs, daher können Hunde auch Krankheiten, in der Atemluft erschnüffeln und werden dazu eingesetzt. ...

Die abgestorbenen Hautzellen, welche der Mensch ständig verliert, bezeichnet man als Rafts. Diese individuellen Rafts, mit ebenfalls bakterieller Flora und Sekreten, sondern einen Scent ab. Je nach Größe und Gewicht der Rafts und je nach Witterungsverhältnissen, sinken die Partikel weiter oder näher an der gegangenen Spur zu Boden oder schweben längere Zeit in der Luft. Eine frische Spur schwebt weit verbreitet in der Luft. Bei einer älteren Spur hingegen, befinden sich die Geruchsmoleküle näher am Boden. Durch den bakteriellen Stoffwechsel der abgestorbenen Zellen, steigen Duftmoleküle auf, welche wiederum dem Einfluss des Windes unterliegen.

Kommentar: So ist es zu erklären, warum eine Mantrailer, der sich vorwiegend an der Duftspur des Menschen orientiert, nicht an den Trittverletzungen auf fährtenfähigem Untergrund, oftmals bis zu mehreren Metern neben dem tatsächlich gegangenen Weg bewegt. Hier findet der Hund die meisten Duftmoleküle - er hat es hier einfacher seine “Spur” zu verfolgen. Dies hängt mit der Witterung, dem Wind und verschiedenen anderen Faktoren zusammen. Hierzu mehr im nächsten Abschnitt. (./.)

Verschiedene Faktoren, welche den Geruchssinn beeinflussen

Ihre Wirkung tritt zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein und kompliziert die Suche beträchtlich.

Die externen Faktoren sind:

Die Temperatur: Ihre Wirkung kann günstig oder ungünstig sein. Kaltes Wetter behindert ......

Die Bodentemperatur: Auf trockenem, heißen Asphalt oder Sand, sinkt ....

Bei starkem Frost reduziert sich der bakterielle Stoffwechsel und ....

Die günstigsten Bedingungen herrschen bei Feuchtigkeit. Bei Nebel oder Morgentau, steigt der bakterielle Umsatz wieder, die hohe Luftfeuchtigkeit hält die Hundenase und die Riechwege feucht.

Der Schnee: Schnee auf der Spur ist kein Hindernis für den Hund. Egal wie hoch er liegt, der am Boden liegende Schnee ist wärmer, als die obere Schicht. Dadurch steigt die Witterung nach oben und wird so für den Hund wahrnehmbar. Der an die Oberfläche steigende Geruch kann aber sehr schwach sein. Bei Harsch kann es passieren, dass die Oberfläche so dicht ist, dass der Geruch nicht nach oben steigen kann. Nach Tauwetter kann eine alte Spur wieder gut riechbar werden.

Das Gelände: An einem Berg, kann die Witterung nach unten getragen werden, da Berge eher abkühlen und die Moleküle mit der kalten Luft nach unten fallen.

Kommentar: Bei bestimmten Konstellationen kann dies aber auch genau umgekehrt sein! Ihr könnt Euch daran erinnern, dass ich lange nach einer Örtlichkeit gesucht habe, um die Auswirkungen der Thermik auf das Suchergebnis der Hunde zu demonstrieren und zu erklären. Auch diese Gesichtpunkte müssen in das Lesen des Hundes mit einfließen. (./.)

In Mulden oder hinter Hügeln, bilden sich oft Ansammlungen. Durch Schluchten, Rinnen und Gräben, kann der Geruch in diesen weitergetragen werden. Treppen haben eine Kaminwirkung und die Moleküle ziehen nach oben. Auch hier kann die Auswirkung der Thermik dies in das Gegenteil umkehren! An Kreuzungen mit Verkehr, kann eine Geruchsspur verwehen, so dass eine Lücke entsteht, die unter Umständen erst 10 Meter und mehr in die Straße hinein, wieder stärker wird. Es kann sogar passieren, dass ein Großteil der Witterung, in die der Spur entgegengesetzte Richtung getragen wird.

Die Brücke: Hier befindet sich eventuell auf dem Scheitelpunkt keine Witterung mehr, dafür liegt diese auf der darunter verlaufenden Straße, beziehungsweise wird vom Fluss weggetragen. Wasser zieht die Geruchsmoleküle an.

Kommentar: Wasser zieht nicht nur die Geruchsmoleküle an, sondern es bindet sie und transportiert sie. Also - es ist ein Märchen, wenn in einem Film ein “Flüchtender” den ihn verfolgenden “Suchhund” dadurch abhängt, dass er in einem Bach gegen die Fließrichtung läuft. Im Gegenteil, dieser Flüchtende tut alles dafür, dass der Hund ihn auch wirklich findet! (./.)

Die Kleidung: Sie hat nur einen geringen Einfluss auf die Verteilung und Intensität der Spur. Die, beim Fährten häufig benutzten Gummistiefel, sind zwecklos. Der menschliche Körper besitzt einen natürlichen Luftzug, welcher mit 20feet/min. von den Füssen bis ca. 40 cm über den Kopf aufsteigt und von dort aus verteilen sich die darin enthaltenen Partikel in der Luft.

 Kommentar: “Sie pilzen auf”! Stellen Sie sich einen Pilz vor; so wie dieser aussieht, verhalten sich die Geruchsmoleküle! In diesem Zusammenhang wäre einmal interessant zu sehen, in wie weit ein Hund in der Lage ist, einem Menschen in Infektionsschutzanzug mit Atemschutzmaske zu folgen. (./.)

Die Bodenbeschaffenheit: Auf Waldboden halten sich die Geruchsmoleküle länger als auf Asphalt.

Die Bodenverletzung: Bei der Fährtenarbeit soll der Hund ausschließlich der Bodenverletzung folgen. Sie besteht aus zerstörten Pflanzenpartikeln und abgetöteten Mikroorganismen im Boden. Der von diesen ausgehende Geruch ist direkt nach der Zerstörung am größten und fällt dann ab. Die bakterielle Zersetzung beginnt jedoch - je nach Umgebungstemperatur - erst nach einiger Zeit, erreicht ein Optimum und fällt dann wieder ab. Da sich Geruch je nach meteorologischen Begebenheiten immer anders verhält und mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert wird, muss der Hundeführer mit dem Hund unter allen möglichen Bedingungen trainieren (Regen, Schnee, Sonne, Morgen, Mittag, Abend, Nacht, Hitze, Frost, usw.), sowie den Hund mit vielen Bodengründen und Verleitgerüchen konfrontieren.
Die Niederschläge: Je nachdem ob sie schwach oder stark sind, können sie sich günstig oder ungünstig, auf die Suche auswirken. Starke Niederschläge bewirken die Ablagerung feiner Tröpfchen oder eingeatmete Schneeflocken auf der Oberfläche der Riechschleimhäute und erschweren somit die Suche.

Der Einfluss des Hundeführers:

Der Hundeführer muss, in höchstem Maße neutral sein, sonst wird der Hund schnell zum „Lügner“. Zwingt er seinen Hund z. b. in die falsche Richtung, da er glaubt, den richtigen Weg zu kennen, denkt der Hund irgendwann, dass der Hundeführer besser riechen kann als er, und erwartet in der Folge, dass ihm sein Führer den Weg zeigt.

Kommentar: Meine Rede! Lob (ja unbedingt!) an der richtigen Stelle (bei Unsicherheit lieber auf dieses eine Lob verzichten!!!), kein Leinenruck, kein Leinengezoppel (telefonieren!), kein strafendes Kommando (Nein, Pfui, Aus) Der Hund ist beim Mantrailing “Chef”, wenn dies auch für einige schwer ist (für manche sogar sehr schwer!), es ist so und so muss es sein. Der Hund gibt die Richtung an. ER HAT NUN MAL die bessere Nase (siehe die kleine Tabelle auf der Seite Geruchssinn des Hundes, genau da, wo wir vorhin noch gelacht haben!) (./.)

Vom Tier abhängige Faktoren sind:

Der Einfluss des Geschlechts: Ein Hund wird unter Umständen, durch die Anwesenheit von Artgenossen gestört, ein Rüde z. B. durch eine heiße Hündin.

Einfluss des körperlichen Zustandes: Der Hund kann nicht gut suchen, wenn er nicht gesund ist.

Der Einfluss der Ermüdung: Die Suche ist für den Hund eine intensive, körperliche Betätigung, bei der er sich sehr verausgabt. Regelmäßiges Training mit allmählicher Steigerung des Schwierigkeitsgrades, vergrößert die Ausdauer und erhöht die Qualität der Suche.

Der Einfluss der Ernährung: Jeder qualitative und quantitative Mangel, wirkt sich auf den allgemeinen Zustand des Hundes aus und kann eine Veränderung des Geruchsinns bewirken.

Der Hund richtet seine Nase immer so aus, dass er ein Maximum an Geruchssignalen aufnehmen kann. Je näher er seinem Ziel kommt, desto feiner und intensiver wird auch seine Geruchswahrnehmung. Abhängig davon, welche Spur ein Hund verfolgen soll, und wozu er ausgebildet ist, wird er seine Nase am Boden oder in der Luft haben. Der St.-Hubertus-Hund, ein Stöberhund, hält z. B. seine Nase am Boden, wenn er auf der Jagd ist, während der bretonische Vorstehhund mit der Nase im Wind läuft. Oft stellen sich die Hunde gegen den Wind, um die Gerüche optimal aufnehmen zu können, aber auch, um ihre eigene Piste nicht zu verraten. ..................

 

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